Schnarchen und Schlafapnoe
Schnarchgeräusche stören im Alltag...
...meist den Partner während des Nachtschlafes. Allerdings muss man zwischen dem einfachen Schnarchen und dem Schnarchen im Rahmen einer Schlafapnoe unterscheiden.
Hierbei kommt es bei der obstruktiven Form zu einem Kollaps im Rachenbereich, so dass die oberen Luftwege blockiert werden mit entsprechend negativen Folgen für das Herz-Kreislauf-System.
Bei der zentralen Form fehlt der Atemantrieb ohne Verschluss der Atemwege.
Bei beiden Formen bekommt der Körper nicht genug Sauerstoff und es setzen Weckreaktionen ein (sog. Arousals).
Die HNO-Ärzte können nach entsprechender Befragung und Analyse eines speziellen Schlafbogens die körperliche Untersuchung auf anatomische Engstellen durchführen, die das Schnarchen begünstigen.
Danach erfolgt eine ambulante nächtliche Schlafüberwachung, bei der der Patient ein Gerät mit nach Hause nimmt, mit dem man Schnarchen, Körperlage, Aussetzer, Sauerstoffgehalt des Blutes und einiges mehr bestimmen kann (Polygraphie).
Nach dem Ergebnis dieser Messung sollte bei deutlich krankhaften Befunden die Überweisung bzw. Einweisung in ein schlafmedizinisches Zentrum folgen zur Durchführung einer sogenannten Polysomnographie.
Diese diagnostische Methode kann, falls erforderlich, auch eine gezielte spezielle Beatmungstherapie (CPAP/BIPAP/APAP) einleiten.
Bei leichteren Befunden gibt es auch andere Behandlungsformen wie verschiedene operative Behandlungen, spezielle Zahnschienen oder Rückenlageverhinderungswesten.
Engstellen im Nasenrachenbereich können zum Teil auch operativ saniert werden.
Wichtig ist auch eine verbesserte Schlafhygiene und meist auch die Verminderung des Körpergewichtes.